Worms 2025: Zwischen Hopfenblütentee, Kaiserdom und dem Kampf gegen den Durst

Wer sagt eigentlich, dass man für eine ordentliche Pilgerreise bis nach Santiago de Compostela wandern muss? Uns Maxistranten aus Mutlangen genügte Ende Oktober 2025 eine Fahrt nach Worms – bewaffnet mit guter Laune und einer angemessenen Menge an „Zielwasser“.

Während der Rest von Mutlangen noch friedlich schlummerte, hieß es für uns am frühen Samstagmorgen bereits: Abflug! Der Treffpunkt am St. Stephanus war fast pünktlich besetzt.

Einige Frühaufsteher machten sich zur Feier des Tages direkt den ersten „Hopfenblütentee“ (für Uneingeweihte: ein kühles Blondes). Nachdem die strategisch wertvollen Bierkisten und die dazugehörigen Menschen auf die Autos verteilt waren, setzte sich die Kolonne Richtung Rheinland-Pfalz in Bewegung.

Knapp vor Worms legten wir einen Boxenstopp an einer Raststätte ein, die wir – sagen wir mal – für ihr „historisches Aroma“ in Erinnerung behalten werden. Trotz der dezenten Note von 40 Jahren Bahnhofsklo zauberten unsere Chef-Organisatoren Samuel und Tobias ein erstklassiges Frühstücksbuffet aus dem Kofferraum. Um den Geruch der Umgebung wegzulächeln, gab es dazu natürlich die passenden Torpedos zum Nachspülen.

Am Hotel angekommen, wuchs unsere Truppe zur vollen Schlagkraft an. Ralf, unser Frankfurter Außenposten, stieß zu uns, ebenso wie die „Heidelberg-Delegation“ (Manu, Markus, Kevin und Fabi), die bereits seit Freitag die Pfalz unsicher gemacht hatten und erstaunlicherweise fehlerfrei grade aus schauen konnten.

Bei strahlendem Sonnenschein zogen wir mittags Richtung Innenstadt. . Der Weg in die Innenstadt wurde von einigen stilbewusst mit einem Einkaufswagen als Luxus-Transportmittel absolviert.

Am Kaisersaal angekommen, lockte der regionale Wein. Die Kombination aus Pfälzer Sonne und Traubensaft weckte in uns die musikalische Ader: Lautstark schmetterten wir die Württemberghymne über den Platz – sehr zur Freude (oder Verwirrung) der Einheimischen. Ob die Wormser nun beeindruckt oder schockiert waren, bleibt ihr Geheimnis – wir hatten jedenfalls unseren Spaß! 🎶

Bei der anschließenden Stadtführung besichtigten wir den berühmten Dom und lernten viel über die Kaiserzeit. Ein riesiges Lob geht an unsere Stadtführerin: Ihre Geduld und Professionalität waren weltklasse! Trotz des (durchaus intensiven) „Vorglühens“ und einiger sehr… kreativer Fragen unsererseits, behielt sie stets die Ruhe. Respekt an die Dame: So viel Professionalität sieht man selten!

Da Kultur bekanntlich hungrig macht, landeten wir im Wein- und Flammkuchenhaus. Hier gab es alles, was das Herz begehrt: Wein, Fleischspieße und – für die ganz Harten – einen Teller, der nur aus Chilis bestand (wir hoffen, die Beteiligten konnten am nächsten Tag wieder schmerzfrei sitzen). Das Abendprogramm wurde durch ein hochkarätiges Pubquiz gekrönt. Die Sachpreise waren so wertvoll, dass wir kurzzeitig überlegten, die Security zu rufen.

Da das Nachtleben in Worms ungefähr so aktiv ist wie ein Faultier auf Beruhigungsmitteln, suchten wir uns die erstbeste Bar, bevor sich die Wege trennten. Einige zog es zurück ins Hotel, andere suchten weiter nach dem Phantom des Wormser Nightlifes und fanden dies.

Nach einem reichhaltigen Frühstück am Sonntag traten alle individuell die Heimreise an – mit etwas schwererem Kopf, aber vollem Herzen.

Ein riesiges Dankeschön geht an Tobias und Samuel für die grandiose Planung! Wir sind bereit für den nächsten Ausflug !

Eure Maxistranten

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